Was ist bei der Beratung wichtig?

Beratung

Wichtige Grundsätze in der Peer-Beratung sind aktives Zuhören und affirmative Ermutigung.

Peer-Beratung, das bedeutet für uns Gesundheitsförderung, getragen vom persönlichen Erleben und Erfahren der eigenen geschlechtlichen Leiblichkeit, wichtige Prinzipien sind

  • Advocating (Sich stark machen für die Gesundheitsinteresssen der Klient*innen),
  • Enabling (Förderung von Gesundheitskompetenz) und
  • Mediating (Vernetzung von Betroffenen)

wie sie in der Ottawa-Charta der WHO empfohlen werden.

Zweite Säule unserer Beratungtätigkeit ist die Beratungsethik, die sich an den vier ethischen Beratungsprinzipien festmacht:

  • Autonomie, der Mensch spricht und entscheidet über sich. Beratende haben nicht das Recht das Gegenüber zu deuten, diese unterstützen Hilfesuchende ihren Weg selbstbewusst und selbstbestimmt zu gehen.
  • Schaden vermeiden, wir klären über Risiken und Gefahren auf.
  • Wohlergehen, Wohlbefinden der Klient*innen
  • Gerechtigkeit.

Wir respektieren und achten das Selbsterleben, das leibliche und das körperliche Erleben Hilfesuchender.
Es gibt nicht die eine geschlechtliche Variante, geschlechtliche Leiblichkeit, Körperlichkeit und Subjektivität bedingen vielmehr ein sehr persönliches Erleben, welches ernst zu nehmen ist. Wichtig ist das Erkennen persönlicher Notwendigkeiten, wir sagen "in der Not eine Wende herbeiführen". Als Beratende können wir nicht alle geschlechtsvariante Personen über einen Kamm scheren, die Not ist unterschiedlich und vielfältig - so wie jeder einzelne Mensch.

Eine affirmative Grundhaltung sorgt dafür, dass das geschlechtliche Erleben und Erfahren respektiert und geachtet wird, ohne jegliche Fremddeutung. Nur der/die Klinent*in selbst, das Individuum, kann eine Aussage über das eigene Geschlecht treffen.

Ein weiterer wichtiger Maßstab unseres Handelns ist der evidenzbasierte Wissens- und Erkenntnisstand.


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